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von Birgit von Lemm, Augsburg vom 2. bis 24. Febr. 2012
Rückblicke auf die Veranstaltung mit Dr. Max Mannheimer am 29.1.12 in Nürnberg Dr. Max Mannheimer berichtet, Dr. Max Mannheimer beim Signieren
seines Buches
Vor 70 Jahren am 20. Jan. 1942 besprach die damalige Führungsspitze der deutschen Regierung die "Endlösung
der Judenfrage" in einer Villa am Berliner Wannsee. Wir möchten deshalb auf unsere Veranstaltung anlässlich des
Holocaust-Gedenktages hinweisen.
Wer ist Dr. h.c. Max Mannheimer? ++++++++ 16. November 2011 im Historischen
Rathaussaal in Nürnberg, Zu Gast war Landesrabbiner em Dr. h.c. Henry G. Brandt,
Augsburg, er sprach über Es war ein erneutes historisches Ereignis, dass ein
Rabbiner in diesem historischen Saal sprach, Heute hat die Israelitische Kultusgemeinde wieder 2000 Mitglieder in Nürnberg. Mehr als 150 Besucher folgten der Einladung.
(Bericht: HJK)
Gedenkstunde der Trauer und Solidarität am 9. Aug. 2011 Mit dieser jährlichen Gedenkstunde will der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" daran erinnern, dass am 10. Aug. 1938 die Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz auf einer Großkundgebung in Anwesenheit von Tausenden Nürnbergern zerstört wurde. Auch die Redner waren sich alle einig, dass wir immer wieder an dieses Datum erinnern müssen, denn der 9. Aw -wurde ganz bewusst als Zerstörungstermin von der damaligen Nazigewalt gewählt. Eine uns betroffen machende
Aussage kam vom IKG-Vorsitzenden Arno Hamburger, der ausführte, dass auch heute
„der Ungeist der NS-Zeit nicht aus der Stadt verschwunden ist“. Die Ansprache
von Pfr. Bernd Benicke auf der Gedenkstunde können Sie als pdf-Datei öffnen.
Mehr als 180 Teilnehmer waren am 23. Jan. 11 gekommen, um das Zeugnis von Abba Naor zu hören, der uns sein Leben erzählt hat. Einige Bilder: 1. Foto R. Fengler, weitere AK SdSB
Bericht vom Vortragsabend am 16.9.2010 in N-Langwasser "Unsere
Verantwortung heute - Nürnberger Gesetze 75 Jahre danach" Pfr.
Bernd Benicke zeigte die Wellen des Antisemitismus im 19. Jahrhundert
seit der Aufklärung , die durch die Hetze des Hofpredigers Stoecker und
die Thesen Treitschkes getragen wurden. ------- Unter dem Wort "Israels Trost ist der HERR!" stand die Gedenkstunde der Trauer und Solidarität am 20. Juli 2010Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" will mit dieser jährlichen Gedenkveranstaltung daran erinnern, dass am 10. Aug. 1938 die Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz auf einer Großkundgebung in Anwesenheit von Tausenden Nürnbergern zerstört wurde. Auch die Redner waren sich alle einig, dass wir immer wieder an dieses Datum erinnern müssen, denn der 9. Aw -der 2010 auf den 20. Juli fiel- wurde ganz bewusst als Zerstörungstermin von der damaligen Nazigewalt gewählt. Die Ansprache von Pfr. Franz
Soellner können Sie
mit Acrobat-Reader öffnen.
Nachfolgend einige Bildeindrücke von dieser Gedenkstunde: Wir möchten auch auf den Bericht in den "Nürnberger Nachrichten" vom 21.7.2010 besonders hinweisen.
*************************** Gedenkveranstaltung anläßlich des Holocaust-Gedenktages 2010Herzliche Einladung zur Gedenkveranstaltung in Nürnberg-Langwasser, FCL-Gemeindezentrum, Annette-Kolb-Str. 63 Samstag, 24. Jan. 2010, 16 Uhr mit Frau Gisela Naomi Blume
Dr. Isaak Hallemann - der Waisenvater aus Fürth Anläßlich des Holocaustgedenktag am 27.1.2010 hat sich der Arbeitskreis mit einem Vortrag und einer Ausstellung diesem Thema gewidmet. Die Historikerin Gisela Naomi Blume, ehem.
Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth, stellte in einem
beeindruckenden Vortrag die Lebensgeschichte und Wirkungsweise von Dr. Isaak
Hallemann vor. Er hat das Fürther Waisenhaus nicht nur am Gebäude, sondern
auch an der Erziehungsmethode modernisiert. Am 22. März 1942 wurden die Familie Hallemann, das verbliebene Personal und die Waisenkinder nach Izbica deportiert und ermordet. Ein Vergleich mit dem Warschauer Waisenvater Janusz Korczak, dem in Yad Vashem ein Denkmal gewidmet ist, drängt sich auf. Wir danken Frau Blume für die eindrucksvolle Darstellung und das gute Recherchieren. Wir können nur hoffen, dass alle Anwesenden das gezeichnete Bild im Herzen bewahren und allem Antisemitismus – heute! – vehement widersprechen. Pfr. Bernd Benicke fand abschließend einfühlsame Worte und beendete die Gedenkveranstaltung mit einem Lob auf den Gott der Väter Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Veranstaltung am 23. Nov. 2009 in Nürnberg im Historischen Rathaussaal
Das Zahal-Orchester der israelischen
Verteidigungsarmee wurde mit Entstehen des Staates Israel im Jahre 1948
gegründet. Es besteht aus Musikern, die ihren Wehrdienst ableisten oder
abgeleistet haben. Udi Lehavi (Keren Hayesod) fragte, wer von den
Anwesenden Mutter sei und danach fragte er weiter, wer denn einen Sohn habe. Den Anwesenden
wurde klar, was es für Israel bedeutet, dass seit 1284 Tagen (Stand: 24.11.09) der Soldat Gilad
Shalit von der Hamas entführt ist (siehe
unten) und keine Hilfsorganisationen wie z.B. Rotes Kreuz Zugang zu ihm
bekommen. Das Benefiz-Konzert wurde zugunsten sozialer Projekt des Keren Hayesod (KH) in Israel veranstaltet, insbesondere für Eingliederung jüdischer Einwanderer. Zwei Kurzvideos zeigten diese Arbeit auf. Der Arbeitskreis dankt allen Gästen, die durch ihre große Gabe über 3.700 € dem KH helfen, diese Arbeit zu tun. Stadtrat Arno Hamburger (86), 1.Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde, erzählte den jungen Musikern in hebräischen Sprache, dass sie sich in dem Saal befänden, in dem 1933 die Nazis mit dem schlimmsten Naziführer Streicher die vorherigen demokratischen Stadträte hinausgeworfen haben. So war das Konzert ein historisches Ereignis; Soldaten der Israelischen Verteidigungsarmee traten hier nach 76 Jahren auf. Für die jungen Israelis war der Nürnberger Abend der eindrücklichste gewesen. Eine junger Soldat ging am Schluss ans Mikrophon, um sich öffentlich zu bedanken - das sei ein besonderes Zeichen des Vertrauens gewesen. Das habe sich auf der Tournee vorher sonst niemand getraut. Wegen des hohen Besucherandrangs reichten die 390 Plätze nicht aus, Gäste mussten leider abgewiesen werden. Wir bitten nachträglich um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahmen. Wir danken für diesen Abend und zeigen nachfolgend einige Bilder.
Gebet für Jerusalem Unser Vater im Himmel, Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, gehorsam Deinem Wort
bete ich für den Frieden Jerusalems und für das Land Israel. ++++++++++++ Presse-Information Gedenkveranstaltung zum Projekt "Yad Vashem 1628" am 14.09.2005 in Langwasser, Thema: "Gottes- und Menschenrechte kontra Nazi-Unrecht" Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" veranstaltete am 14.9.05 anlässlich des 70. Jahrestages der "Nürnberger Rassegesetze" und des Monats für Menschenrechte ein Gedenken zum Thema "Gottes- und Menschenrechte kontra Nazi-Unrecht." Etwa 200 Teilnehmer waren gekommen. Zum Abschluss des Projektes "Yad Vashem 1628" wurde der von Bürgern aus der Region Nürnberg gespendete Betrag von 19.000 Euro an Vertreter Israels übergeben, ein Zeichen der Solidarität und Versöhnung. Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" besteht seit 20 Jahren, zu dem Vertreter von christlichen Landeskirchen und Freikirchen gehören. Er sieht seine Aufgabe darin, durch Gedenken, Vorträge und Konferenzen die Erinnerung an die Shoa wach zu halten, sich mit Juden und dem Staat Israel zu solidarisieren. So initiierte er vor zehn Jahren den "Wald Nürnberg", der im "Wald der deutschen Länder" mit 500.000 Bäumen im Negev gepflanzt wurde. Mit dem Projekt "Yad Vashem 1628" setzt der Arbeitskreis erneut ein Zeichen gegen den Antisemitismus in der Stadt der Menschenrechte. In diesem Jahr des Erinnerns wird für jeden der 1628 in der NS-Zeit deportierten Nürnberger Juden im Wald der Märtyrer in Israel ein Baum gepflanzt und zur Lebensdokumentation der Deportierten bei der internationalen Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem beigetragen. Dr. Rainer Heßler referierte zum Thema: "Die Nürnberger Gesetze aus juristischer Sicht". Er war seit 1983 Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft (Oberlandesgericht) Nürnberg. Auch in der Kirche hat er juristisch gearbeitet. Er war ca. zwei Jahrzehnte ehrenamtlich tätig als Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Disziplinarsenats der VELK Deutschland und befasste sich in dieser Eigenschaft unter anderem jahrelang mit Pfarrern, die in der ehemaligen DDR mit dem Staatssicherheitsdienst zusammen gearbeitet hatten. In seinem Vortrag weist er darauf hin, dass es aus rechtlicher Sicht geradezu tragisch ist, dass die Bestimmungen der Weimarer Verfassung und die damals herrschende Lehre zum Verhältnis von Weimarer Verfassung und Völkerrecht dem NS-Regime die Möglichkeit gaben, bei Erlass der Nürnberger Gesetze den Anschein formal legaler Rechtssetzung zu wahren. Im Resümee führte Dr. Heßler aus: "Mir jedenfalls hat die Befassung mit diesen Unrechtsgesetzen wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wie froh und dankbar wir alle sein können, nunmehr über ein halbes Jahrhundert in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat leben zu dürfen." Pfr. Bernd Benicke, Oberstudienrat in Lauf: "Wer Unrecht wie die Nazis zum Gesetz macht, hat Gott gegen sich. Wo Unrecht geschieht, ist Gottes Gericht zu erwarten." Dies hatte das Deutsche Volk bitter erfahren müssen. "Vor der Diskriminierung der Juden durch die "Nürnberger Rassegesetze" seien Rechtsauffassung und Rechtsbewusstsein schon lange auf Abwegen gewesen. Der Boden sei geistesgeschichtlich bereits über viele Jahre aufbereitet worden, z.B. sei seit der Aufklärung eine tief greifende Veränderung eingetreten: Der Mensch fühlte sich nicht mehr Gottes Geboten verpflichtet und somit wurde Gottesrecht ausgeblendet. Es gibt seitdem kein höheres Recht mehr als Menschenrecht. Der Weg in den Nationalsozialismus und ihre Nürnberger Schandgesetze bis hin zur Ermordung von Millionen jüdischer Mitbürger war so fast widerstandslos möglich und wurde staatlich-militärisch durchgesetzt. Die Rassegesetze beruhten auf wissenschaftlich völlig haltlosen Annahmen, der Rassen-Ideologie. Sie wurden mit brutaler Macht als "Recht" vollzogen. Benicke fuhr fort: Wir haben in unserer Welt Unrecht in dem sich wieder etablierenden Antisemitismus klar zu benennen. Wir müssen auf die Marktplätze dieser Welt gehen, und das heißt in die Medien, Schulen, Betriebe und Familien. Das Wort der Bibel ist der kritische Maßstab, Gesetze und Moral zu erkennen, die nur Ausdruck menschlicher Willkür, des Machtstrebens oder der augenblicklichen blinden Volksmeinung sind. Menschenrecht ist von einer höheren Instanz abhängig, nicht die Verabsolutierung des Rechts als einer in sich selbst ruhenden Norm. Die staatliche Ordnung wurde in der Nazi-Ideologie und in der gesellschaftlichen Realität selbst als göttlich angesehen und damit zum Götzen. Wer die Lehren aus der Geschichte nicht gezogen hat, lebt unverantwortlich. Der Weg in eine gerechtere Zukunft für die meisten von uns, die wir den Nachfolgegenerationen angehören, geht über die Anerkennung historischer Schuld im Staat und persönlicher Schuld unserer Väter und Mütter. Nur dadurch werden wir am 15.Sept., 70 Jahre später, fähig, eigener, neuer Schuld zu entgehen und dem Spuk der bösen Geister von gestern ein kräftiges Ende zu bereiten." Hansjürgen Kitzinger
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