Archiv
Nach oben Wer sind wir Archiv Links

 

Home

-->> nach oben

 

  Bilder-Ausstellung "Heilig ist der Herr"

von Birgit von Lemm, Augsburg vom 2. bis 24. Febr. 2012
im neuen Rathaus Nürnberg, Hauptmarkt 18.

Helen Jordan wird mit hebräischen Liedern und vertonten Psalmen den Abend umrahmen.

 

Rückblicke auf die Veranstaltung mit Dr. Max Mannheimer am 29.1.12 in Nürnberg

MMannh29.01.12 nikon 2 014.jpg (387622 Byte)  MMannh29.01.12DSCN6491red.jpg (177517 Byte) 

Dr. Max Mannheimer berichtet,
Fragen aus dem Publikum werden beantwortet.

MMannh29.01.12P1020610red.JPG (231623 Byte)MMannh29.01.12RSCN6495.jpg (495328 Byte)

Dr. Max Mannheimer beim Signieren seines Buches 
"Spätes Tagebuch - Theresienstadt - Auschwitz - Warschau - Dachau"

Bericht in der Bild-Zeitung vom 31.1.12

 

Vor 70 Jahren am 20. Jan. 1942 besprach die damalige  Führungsspitze der deutschen Regierung die "Endlösung der Judenfrage" in einer Villa am Berliner Wannsee.
In einem hervorragenden Leitartikel der "Welt" vom 19. Jan. 2012 befasst sich Sven Felix Kellerhoff mit dieser Thematik. 
Sein Fazit lautet "Im Gegenteil sollte man aus dem realen Geschehen des Holocausts vor allem einen Schluss ziehen: Menschen sind in der Lage, anderen Menschen unvorstellbare Grausamkeiten anzutun. Man muss dem rechtzeitig entgegentreten, (...). Deshalb muss man des Holocausts auch heute noch gedenken."
Beigefügt der Link auf diesen Leitartikel http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13822513/Warum-wir-gedenken.html

Wir möchten  deshalb auf unsere Veranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktages hinweisen.
Wir sind dankbar, dass Dr. h. c. Max Mannheimer am Sonntag, 29. Jan. 2012, 16 Uhr  zu uns spricht.

EinlMannh29.1.12intern.jpg (398731 Byte) Herzliche Einladung zu dieser Veranstaltung. 
Alle näheren Details können im nachfolgenden Bild aufgerufen und ausgedruckt werden.

Wer ist Dr. h.c. Max Mannheimer?
Max Mannheimer (92)  hat alles durchlitten, was einem Menschen, in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte. Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto. .......
Lebensabriss

++++++++

LandesrabbBrandt18.11.11.jpg (320509 Byte) Personen von links nach rechts:

Bürgermeister Dr. Klemens Gsell, Hansjürgen Kitzinger Vorsitzender vom AK, Landesrabbiner Dr. h.c. Henry  G. Brandt, Michael Frieser MdB, Rudolf Ceslanski stellv. Vorsitzender der IKG
 (zum Vergrößern bitte Bild anklicken!)

16. November 2011 im Historischen Rathaussaal in Nürnberg,
eine Veranstaltung des Arbeitskreises „Suchet der Stadt Bestes“
in Zusammenarbeit mit der IKG und der Stadt Nürnberg

Zu Gast war Landesrabbiner em  Dr. h.c. Henry G. Brandt, Augsburg,  er sprach über
„Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945“.
Landesrabbiner Brandt verkörpert durch seine persönliche Lebensgeschichte die wichtigsten Entwicklungsstadien des Judentums nach der Schoa in Europa, besonders in Deutschland.

Es war ein erneutes historisches Ereignis, dass ein Rabbiner in diesem historischen Saal sprach, 
in dem die Nazis 1933 erklärten, dass kein Jude mehr in dieser Stadt leben würde.
Bereits 2008 sprach Landesrabbiner Dr. Berger in diesem Saal.

Heute hat die Israelitische Kultusgemeinde wieder 2000 Mitglieder in Nürnberg.

Mehr als 150 Besucher folgten der Einladung.

Während der Veranstaltung waren einige Exponate der Wander-Ausstellung
„Heilig ist der Herr“
von Birgit von Lemm (Augsburger Künstlerin) zu sehen.
Diese Ausstellung wurde in der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg-Schwaben
vom Landesrabbiner Dr. Brandt im Mai 11 eröffnet.
Informationen zu der Künstlerin und ihrem Wirken mit weiteren Ausstellungen sind unter www.birgit-von-lemm.de zu erfahren.

(Bericht: HJK)

 

Gedenkstunde der Trauer und Solidarität am 9. Aug. 2011

Mit dieser jährlichen Gedenkstunde will der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" daran erinnern, dass am 10. Aug. 1938 die Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz auf einer Großkundgebung in Anwesenheit von Tausenden Nürnbergern zerstört wurde. 

Auch die Redner waren sich alle einig, dass wir immer wieder an dieses Datum erinnern müssen, denn der 9. Aw -wurde ganz bewusst als Zerstörungstermin von der damaligen Nazigewalt gewählt. 

Eine uns betroffen machende Aussage kam vom IKG-Vorsitzenden Arno Hamburger, der ausführte, dass auch heute „der Ungeist der NS-Zeit nicht aus der Stadt verschwunden ist“ 
Auf die
folgende Berichte weisen wir besonders hin: 
„Nürnberger Nachrichten" vom 10.8.11 „Es gibt Kräfte, die unser Gemeindeleben stören“
und „Nürnberger Zeitung“ vom 10.8.11 „Ein Zeichen der Verbundenheit“.

Die Ansprache von Pfr. Bernd Benicke auf der Gedenkstunde können Sie als pdf-Datei öffnen.

Nachfolgend einige Bildeindrücke von dieser Gedenkstunde:

9AW-HJK5899mo.jpg (209219 Byte) 9AW-Teiln u Regen5904mo.jpg (207078 Byte) 9AW-Diezel5911mo.jpg (181493 Byte) 9AW-Teilnehmer5900mo.jpg (216080 Byte)9AW-Blumengesteck5914mo.jpg (352243 Byte)

 

Sonntag, 23. Januar 11
16 bis ca. 17:30 Uhr

 

Herzliche Einladung zur  Veranstaltung anlässlich des Holocaustgedenktages
im FCL-Gemeindezentrum, Nürnberg, Annette-Kolb-Str. 63

Der Zeitzeuge Abba Naor aus Israel spricht zum Thema:

"Shoa - der Mut dennoch zu leben!"

Abba Naor, 1927 in Vilna/Litauen geboren, überlebte die KZs Kaunas, Stutthof und Dachau. In den letzten Apriltagen 1945 wird er auf einen der Todesmärsche geschickt, am 2. Mai befreien ihn die US-Truppen in Waakirchen.

Der Eintritt ist frei, Spenden für das KH-Projekt "Kinderdorf im Karmel-Brand"  sind willkommen
Infos unter  info@ak-sdsb.de,  

 Der Wiederaufbau der durch Flammen zerstörten Schule
 für 500 Kinder aus Äthiopien und Russland soll durch diese Spenden
 erfolgen.


Veranstaltung anlässlich des Holocaustgedenktages mit dem Zeitzeugen Abba Naor aus Israel.

Mehr als 180 Teilnehmer waren am 23. Jan. 11 gekommen, um das Zeugnis von Abba Naor zu hören, der uns sein Leben erzählt hat.
Mit  Bildern über die Gräuel der Nazizeit hat er seinen Vortrag untermalt. 
Eindrücklich sein Vortrag, immer wieder Betroffenheit über das, was mit den Juden geschehen ist. 

In der "Nürnberger Zeitung" vom 25.1. hat R. Kalb einen lesenswerten Bericht über die Veranstaltung geschrieben.  Zeitzeuge Abba Naor und der Terror im KZ  "Eine Kartoffel ist ein Tag Leben" - 25.01.11

Einige Bilder: 

NaorAbba_20110123_fe_0082red.jpg (207504 Byte)

1. Foto R. Fengler, weitere AK SdSB

 

Bericht vom Vortragsabend am 16.9.2010 in N-Langwasser 

"Unsere Verantwortung heute - Nürnberger Gesetze 75 Jahre danach"

Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" erinnerte bei einem besonderen Vortragsabend am 16.9. an die so genannten "Nürnberger Gesetze" vor 75 Jahren und unsere Verantwortung heute. Das damalige Nazi-Unrecht verdrängte Gottes- und Menschenrecht.

In der gut besuchten Veranstaltung kommentierte Oberstaatsanwalt Dr. Hessler aus Nürnberg die NG aus juristischer Sicht, die ein Verbrechen gegen die Menschheit waren. Sie waren der Fahrplan für Auschwitz.  

Pfr. Bernd Benicke zeigte die Wellen des Antisemitismus im 19. Jahrhundert seit der Aufklärung , die durch die Hetze des Hofpredigers Stoecker und die Thesen Treitschkes getragen wurden.
Er warnte vor einer erneuten Leichtgläubigkeit auf bessere Zeiten, wie sie damals die Juden hatten. Der heutige zunehmende Antisemitismus und Antiisraelismus wie auch der fundamentalistisch-atheistische Haß gegen Christen sei ebenfalls ernst zu nehmen.

Arno Hamburger, Stadtrat und Vorsitzender der IKG Nürnberg erzählte als Zeitzeuge seine Erlebnisse, die er als 12-jähriger Junge in Nürnberg nach der Verkündung der NG 1935 mit der schrecklichen Diskriminierung in Schule und Nachbarschaft hatte.

Vorsitzender Hansjürgen Kitzinger wies darauf hin, Erinnern sei eine Sache, Konsequenzen ziehen eine ganz andere. Alles Erinnern verliere seinen Wert, wenn es zum Ritual verkommt. Unsere Verantwortung heute bestehe weithin darin, junge Menschen zu sensibilisieren, zwischen schlechtem Scherz und wahrem Ernst zu unterscheiden. Die Diskriminierung in unserer heutigen Gesellschaft sei weithin eine Einbahnstraße. Deutsche haben aus der Vergangenheit gelernt, leider aber werden Juden und Christen durch terroristische Machenschaften diskriminiert. Nicht umsonst müßten Synagogen zeitweise durch Polizeiautos geschützt werden. Gutmenschen versuchten, die Intoleranz mit Toleranz zu bekämpfen.

Der Arbeitskreis hält es für notwendig, an das Nazi-Unrecht und dessen Folgen wie Hass, Mord und Massenvernichtung der europäischen Juden und anderer Menschen damals aufgrund der so genannten Nürnberger Gesetze zu erinnern. Menschenrechte und die Würde des Menschen sind heute wie damals durch totalitäre Rechtsansprüche wieder in Gefahr. Die Rechtsgleichheit des Bundesbürgers, festgelegt im Grundgesetz, muss in allen Gesellschaftschichten bleiben und darf weder durch religiöse noch politische Gruppierungen aufgeweicht werden.

Der AK fragt: Befinden wir uns heute als postmoderne Gesellschaft in  ähnlicher Entwicklung, weil sich das judenfeindliche und antiisraelische Klima ausbreiten kann? Trotz Verbot im Völkerrecht, im nationalen Gesetz und auf kommunaler Ebene werden Menschen auch in unserem Land wieder diskriminiert.

Der Zeitzeuge Pfr. Franz Söllner, Nürnberg (Vorstand im Arbeitskreis) erinnert sich: "Nur im Untergrund erhob sich damals politischer Protest, kirchlicherseits ist mir der Protest von Pfarrer Wilhelm Geyer in der Lorenzkirche bekannt, der in seiner Predigt deutlich machte, einen Klassenunterschied zwischen arischen und nichtarischen Predigern darf es in der Kirche und im Reich Gottes nicht geben."

Benicke: Der Begriff "arisch" entstammt der scheinwissenschaftlichen Rassentheorie, die zum Wahn wurde. Der Wahn wird religiös eingefärbt und bekommt Methode. Dann kennt er zu seiner Realisierung keine ethischen, keine humanen Grenzen mehr. Die Nazi-Religion bewirkte die Enthemmung alles Humanen, entwickelt von Hitler, einem Österreicher, der erst mit 42 Jahren, im Februar 1932, die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt.
Es gibt Anzeichen dafür, dass wirtschaftliche Krisen, Bankrott gesellschaftlicher Werte, gesellschaftliche Psychosen heutigen Demagogen wieder die Türen öffnen können zu neuem, diesmal vielleicht sogar globalem Antisemitismus.

HjK

-------

Unter dem Wort  "Israels Trost ist der HERR!" stand die  Gedenkstunde der Trauer und Solidarität am 20. Juli 2010 

Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" will mit dieser jährlichen Gedenkveranstaltung daran erinnern, dass am 10. Aug. 1938 die Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz auf einer Großkundgebung in Anwesenheit von Tausenden Nürnbergern zerstört wurde. Auch die Redner waren sich alle einig, dass wir immer wieder an dieses Datum erinnern müssen, denn der 9. Aw -der  2010 auf den 20. Juli fiel- wurde ganz bewusst als Zerstörungstermin  von der damaligen Nazigewalt gewählt.

Die Ansprache von Pfr. Franz Soellner  können Sie mit Acrobat-Reader öffnen. 
Bitte nachstehenden Begriff nur anklicken:   Ansprache Franz Soellner 

 

Nachfolgend einige Bildeindrücke von dieser Gedenkstunde: 

20.07.10-4068Bukrzz m. TextSchl red.jpg (244958 Byte)   20.07.10-4078Soellner mod red.jpg (221679 Byte) 20.07.10-4085Hamburger red.jpg (186464 Byte) 20.07.10-4089Betroffenheit red.jpg (204128 Byte)20.07.10-4065Kitzinger red.jpg (186871 Byte)

Wir möchten auch auf den Bericht in den "Nürnberger Nachrichten" vom 21.7.2010 besonders hinweisen. 

 

***************************

Gedenkveranstaltung anläßlich des Holocaust-Gedenktages 2010

Herzliche Einladung zur Gedenkveranstaltung in Nürnberg-Langwasser, FCL-Gemeindezentrum, Annette-Kolb-Str. 63

Samstag, 24. Jan. 2010, 16 Uhr mit  Frau Gisela Naomi Blume

 

  DSCN3128mTextred.jpg (201239 Byte) RSCN3143mod.jpg (157459 Byte)   RSCN3141red.jpg (544572 Byte)

 Dr. Isaak Hallemann - der Waisenvater aus Fürth

Anläßlich des  Holocaustgedenktag am 27.1.2010 hat sich der Arbeitskreis mit einem Vortrag und einer Ausstellung diesem Thema gewidmet.

Die Historikerin Gisela Naomi Blume, ehem. Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth, stellte in einem beeindruckenden Vortrag die Lebensgeschichte und Wirkungsweise von Dr. Isaak Hallemann vor. Er hat das Fürther Waisenhaus nicht nur am Gebäude, sondern auch an der Erziehungsmethode modernisiert.
Nach der Machtübernahme versuchte er noch, die Kinder in das Britische Mandatsgebiet Palästina zu bringen, was aber leider an der Statuten des Waisenhaus scheiterte.
Einzelne Kinder und Dr. Hallemanns beiden Ältesten konnten noch aus Deutschland herausgebracht werden, er aber mit seiner Frau, seinen beiden jüngsten Kindern blieb bei den ihm anvertrauten Waisenkindern.
Am 22. März 1942 wurden die Familie Hallemann, das verbliebene Personal und die Waisenkinder nach Izbica deportiert und ermordet.
Ein Vergleich mit dem Warschauer Waisenvater Janusz Korczak, dem in Yad Vashem ein Denkmal gewidmet ist, drängt sich auf.

Wir danken Frau Blume für die eindrucksvolle Darstellung und das gute Recherchieren. Wir können nur hoffen, dass alle Anwesenden das gezeichnete Bild im Herzen bewahren und allem Antisemitismus – heute! – vehement widersprechen. Pfr. Bernd Benicke fand abschließend einfühlsame Worte und beendete die Gedenkveranstaltung mit einem Lob auf den Gott der Väter Abrahams, Isaaks und Jakobs.

 

Veranstaltung am 23. Nov. 2009 in Nürnberg im Historischen Rathaussaal


 Zahal2940.jpg (166172 Byte)
      ++++ Der Historische Rathaussaal "tanzt" ++++

Das Zahal-Orchester der israelischen Verteidigungsarmee wurde mit Entstehen des Staates Israel im Jahre 1948 gegründet. Es besteht aus Musikern, die ihren Wehrdienst ableisten oder abgeleistet haben.
Die jungen Soldaten und Soldatinnen der israelischen Luftwaffe begeisterten mit ihren dynamischen Liedern und Hora-Tänzen. Auch die Sehnsucht der Israelis nach dem Kommen des Messias wurde durch ein  Lied deutlich.

Udi Lehavi (Keren Hayesod)  fragte, wer von den Anwesenden Mutter sei und danach fragte er weiter, wer denn einen Sohn habe. Den Anwesenden wurde klar, was es für Israel bedeutet, dass seit 1284 Tagen (Stand: 24.11.09) der Soldat Gilad Shalit von der Hamas entführt ist (siehe unten)  und keine Hilfsorganisationen wie z.B. Rotes Kreuz Zugang zu ihm bekommen.
Das dann vorgetragene Lied für Gilad Shalit war ein Mitfühlen in dieser Situation. Alle Gäste machten sich stehend eins mit dem Wunsch der Eltern nach Freigabe ihres Sohnes.

Das Benefiz-Konzert wurde zugunsten sozialer Projekt des Keren Hayesod (KH) in Israel veranstaltet, insbesondere für Eingliederung jüdischer Einwanderer. Zwei Kurzvideos zeigten diese Arbeit auf. Der Arbeitskreis dankt allen Gästen, die durch ihre große Gabe über 3.700 € dem KH helfen, diese Arbeit zu tun.

Stadtrat Arno Hamburger (86), 1.Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde, erzählte den jungen Musikern in hebräischen Sprache, dass sie sich in dem Saal befänden, in dem 1933 die Nazis mit dem schlimmsten Naziführer Streicher die vorherigen demokratischen Stadträte hinausgeworfen haben. So war das Konzert ein historisches Ereignis; Soldaten der Israelischen Verteidigungsarmee traten hier nach 76 Jahren auf.

Für die jungen Israelis  war der Nürnberger Abend der eindrücklichste gewesen. Eine junger Soldat ging am Schluss ans Mikrophon, um sich öffentlich zu bedanken - das sei ein besonderes Zeichen des Vertrauens gewesen. Das habe sich auf der Tournee vorher sonst niemand getraut.

Wegen des hohen Besucherandrangs reichten die 390 Plätze nicht aus, Gäste mussten leider abgewiesen werden. Wir bitten nachträglich um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahmen.

Wir danken  für diesen Abend und zeigen nachfolgend einige Bilder.

Zahal2919.jpg (173020 Byte) Zahal2933.jpg (196250 Byte) Zahal2942.jpg (170060 Byte)   

Zahal2920.jpg (182752 Byte) Zahal2934.jpg (186720 Byte) Zahal2943.jpg (194204 Byte) Zahal2945.jpg (174863 Byte) Zahal2950.jpg (595357 Byte) Zahal2953.jpg (177861 Byte)

Zahal2954.jpg (140318 Byte) Zahal2955.jpg (188678 Byte) Zahal2965.jpg (192699 Byte) Zahal2967.jpg (174350 Byte) Zahal2968.jpg (182169 Byte) Zahal2972.jpg (175562 Byte)

 

Gebet für Jerusalem

Unser Vater im Himmel, Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, gehorsam Deinem Wort bete ich für den Frieden Jerusalems und für das Land Israel.
Segne die Menschen in Israel mit Deiner Verheißung der Errettung, behüte sie in Deiner Liebe und erneuere in ihnen die Hoffnung auf ihren Tag der Erlösung.
Leite die Ratgeber und Leiter Israels mit dem Licht Deiner Wahrheit.
Um Deines Namens willen bitte ich Dich, dass Du Dich an Deine Verheißungen erinnerst und das Land mit Frieden und seine Bewohner mit dauerhafter Freude segnen mögest.
Amen.                                   Weitere Informationen sind unter www.tagdesgebets.de zu erfahren.

++++++++++++

Presse-Information

Gedenkveranstaltung zum Projekt "Yad Vashem 1628" am 14.09.2005 in Langwasser,

Thema: "Gottes- und Menschenrechte kontra Nazi-Unrecht"

Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" veranstaltete am 14.9.05 anlässlich des 70. Jahrestages der "Nürnberger Rassegesetze" und des Monats für Menschenrechte ein Gedenken zum Thema "Gottes- und Menschenrechte kontra Nazi-Unrecht." Etwa 200 Teilnehmer waren gekommen. Zum Abschluss des Projektes "Yad Vashem 1628" wurde der von Bürgern aus der Region Nürnberg gespendete Betrag von 19.000 Euro an Vertreter Israels übergeben, ein Zeichen der Solidarität und Versöhnung.

Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" besteht seit 20 Jahren, zu dem Vertreter von christlichen Landeskirchen und Freikirchen gehören. Er sieht seine Aufgabe darin, durch Gedenken, Vorträge und Konferenzen die Erinnerung an die Shoa wach zu halten, sich mit Juden und dem Staat Israel zu solidarisieren. So initiierte er vor zehn Jahren den "Wald Nürnberg", der im "Wald der deutschen Länder" mit 500.000 Bäumen im Negev gepflanzt wurde.

Mit dem Projekt "Yad Vashem 1628" setzt der Arbeitskreis erneut ein Zeichen gegen den Antisemitismus in der Stadt der Menschenrechte. In diesem Jahr des Erinnerns wird für jeden der 1628 in der NS-Zeit deportierten Nürnberger Juden im Wald der Märtyrer in Israel ein Baum gepflanzt und zur Lebensdokumentation der Deportierten bei der internationalen Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem beigetragen.

Dr. Rainer Heßler referierte zum Thema: "Die Nürnberger Gesetze aus juristischer Sicht". Er war seit 1983 Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft (Oberlandesgericht) Nürnberg.

Auch in der Kirche hat er juristisch gearbeitet. Er war ca. zwei Jahrzehnte ehrenamtlich tätig als Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Disziplinarsenats der VELK Deutschland und befasste sich in dieser Eigenschaft unter anderem jahrelang mit Pfarrern, die in der ehemaligen DDR mit dem Staatssicherheitsdienst zusammen gearbeitet hatten.

In seinem Vortrag weist er darauf hin, dass es aus rechtlicher Sicht geradezu tragisch ist, dass die Bestimmungen der Weimarer Verfassung und die damals herrschende Lehre zum Verhältnis von Weimarer Verfassung und Völkerrecht dem NS-Regime die Möglichkeit gaben, bei Erlass der Nürnberger Gesetze den Anschein formal legaler Rechtssetzung zu wahren.

Im Resümee führte Dr. Heßler aus: "Mir jedenfalls hat die Befassung mit diesen Unrechtsgesetzen wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wie froh und dankbar wir alle sein können, nunmehr über ein halbes Jahrhundert in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat leben zu dürfen."

Pfr. Bernd Benicke, Oberstudienrat in Lauf: "Wer Unrecht wie die Nazis zum Gesetz macht, hat Gott gegen sich. Wo Unrecht geschieht, ist Gottes Gericht zu erwarten." Dies hatte das Deutsche Volk bitter erfahren müssen. "Vor der Diskriminierung der Juden durch die "Nürnberger Rassegesetze" seien Rechtsauffassung und Rechtsbewusstsein schon lange auf Abwegen gewesen. Der Boden sei geistesgeschichtlich bereits über viele Jahre aufbereitet worden, z.B. sei seit der Aufklärung eine tief greifende Veränderung eingetreten: Der Mensch fühlte sich nicht mehr Gottes Geboten verpflichtet und somit wurde Gottesrecht ausgeblendet. Es gibt seitdem kein höheres Recht mehr als Menschenrecht. Der Weg in den Nationalsozialismus und ihre Nürnberger Schandgesetze bis hin zur Ermordung von Millionen jüdischer Mitbürger war so fast widerstandslos möglich und wurde staatlich-militärisch durchgesetzt. Die Rassegesetze beruhten auf wissenschaftlich völlig haltlosen Annahmen, der Rassen-Ideologie. Sie wurden mit brutaler Macht als "Recht" vollzogen.

Benicke fuhr fort: Wir haben in unserer Welt Unrecht in dem sich wieder etablierenden Antisemitismus klar zu benennen. Wir müssen auf die Marktplätze dieser Welt gehen, und das heißt in die Medien, Schulen, Betriebe und Familien. Das Wort der Bibel ist der kritische Maßstab, Gesetze und Moral zu erkennen, die nur Ausdruck menschlicher Willkür, des Machtstrebens oder der augenblicklichen blinden Volksmeinung sind. Menschenrecht ist von einer höheren Instanz abhängig, nicht die Verabsolutierung des Rechts als einer in sich selbst ruhenden Norm.

Die staatliche Ordnung wurde in der Nazi-Ideologie und in der gesellschaftlichen Realität selbst als göttlich angesehen und damit zum Götzen. Wer die Lehren aus der Geschichte nicht gezogen hat, lebt unverantwortlich.

Der Weg in eine gerechtere Zukunft für die meisten von uns, die wir den Nachfolgegenerationen angehören, geht über die Anerkennung historischer Schuld im Staat und persönlicher Schuld unserer Väter und Mütter.

Nur dadurch werden wir am 15.Sept., 70 Jahre später, fähig, eigener, neuer Schuld zu entgehen und dem Spuk der bösen Geister von gestern ein kräftiges Ende zu bereiten."

Hansjürgen Kitzinger

-->> nach oben